Duchenne-Preis an zwei RUB-Mediziner

Duchenne-Preis an zwei RUB-Mediziner

02.12.2015
© Roshoff
Preisverleihung auf der Gala „Hoffnung für Duchenne“: Die Preisträger Matthias Vorgerd (2. von links) und Dr. Andreas Unger (3. von links) zeigen ihre Urkunden; ganz rechts im Bild zu sehen ist Silvia Hornkamp, die Geschäftsführerin der Deutschen Duchenne Stiftung der Aktion Benni & Co. e.V. Links daneben steht ihr Vorstandskollege Dr. Guido Theuerkauf und ganz links steht Dr. Ottilie Scholz, die mit dem Humanpreis der Deutschen Duchenne Sitftung ausgezeichnet wurde.

Ende November wurde der mit 50.000 Euro dotierte Forschungspreis 2015 der Deutschen Duchenne-Stiftung an zwei RUB-Mediziner verliehen: Prof. Dr. Matthias Vorgerd (Neurologische Klinik der RUB im Universitätsklinikum Bergmannsheil) und Dr. Andreas Unger (Abteilung für Kardiovaskuläre Physiologie an der Medizinischen Fakultät der RUB).

Zusammenarbeit von Klink und Grundlagenwissenschaft

In ihrem prämierten Projekt wollen die beiden Forscher die Bedeutung der Hitzeschockproteine für die Muskeldystrophie Duchenne genauer untersuchen, um Muskelbiopsien von Duchenne-Patienten im Vergleich zu Kontrollproben besser zu verstehen und um letztlich Therapieoptionen zu finden. Hierbei arbeiten die Preisträger Hand in Hand. Dr. Unger untersucht mit dem Elektronenmikroskop in der AG von Prof. Wolfgang Linke Patientenproben sowie Muskelmaterial aus dem Mausmodell der Duchenne-Erkrankung. „Mit menschlichen Material aus dem Bergmannsheil arbeiten zu können, ist außergewöhnlich in der Wissenschaft“, erklärt Andreas Unger; weiter sagt er: „Wir werden den gordischen Knoten um die Duchenne-Krankheit vielleicht nicht knacken, aber einen Beitrag leisten.“ Vorgerd und Unger möchten das Preisgeld für eine Doktorandenstelle einsetzen und damit ebenfalls die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Muskel-Erkrankungen zwischen Klink und Grundlagenwissenschaft enger verzahnen.