Fördergelder für gute Lehre

Fördergelder für gute Lehre

06.11.2015
© RUB, Marquard
Die Projekte inStudies und ELLI werden bis 2021 weiter gefördert.

Der Bund unterstützt auch in den nächsten fünf Jahren zwei herausragende Projekte der RUB im Bereich Lehre. Die Projekte „inStudies“ und „ELLI“ werden mit einer Gesamtsumme von bis zu 15 Millionen Euro gefördert.

Studierende werden so noch intensiver bei der Entwicklung ihres individuellen Studienprofils unterstützt und mit ELLI wird die Ingenieursausbildung an der RUB weiter verbessert. „Wir freuen uns über die Wertschätzung unserer Arbeit der letzten Jahre und die Möglichkeit, mit den gewonnen Erfahrungen die Projekte weiter ausbauen zu können“, sagt Prof. Dr. Kornelia Freitag, Prorektorin für Lehre und Weiterbildung an der RUB. Über die genaue Bewilligungssumme für alle  ausgewählten Hochschulen wird noch entschieden.

„inStudies": mehr Freiheit zur Profilbildung

Ziel des Projektes „inStudies“ ist es, die äußerst vielfältige Studierendenschaft bei der Entwicklung individueller Studienprofile zu unterstützen. Umgesetzt werden konnte dieses Ziel bereits für alle Studierenden, die sich für ein Bachelorstudium mit zwei Studienfächern entschieden haben. Im sogenannten Optionalbereich haben sie die Möglichkeit, über den Tellerrand ihrer eigenen Fächer zu blicken, interessante Berufsfelder kennenzulernen, Auslandserfahrungen zu sammeln oder in studentischen Teams an selbst gewählten Aufgabenstellungen zu arbeiten. Durch die Fortführung des Projekts können in der zweiten Förderphase (2016-2021) nun auch alle Studierenden, die einen Ein-Fach-Bachelor oder -Master studieren, von den vielfältigen Angeboten profitieren. „Die gute Zusammenarbeit auf dem Campus war ausschlaggebend für den Erfolg im Optionalbereich“, so Prof. Dr. Joachim Wirth, wissenschaftlicher Projektleiter von inStudies. "Wir freuen uns, dass künftig Studierende aller Fächer ihr individuelles Studienprofil schärfen können.“

ELLI: exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften

Im Projekt ELLI kooperiert die Ruhr-Universität Bochum mit den Universitäten in Aachen und Dortmund. Gemeinsam wurden in den vergangenen Jahren virtuelle Lernwelten geschaffen, computergenerierte Versuche entwickelt und Laboreinrichtungen miteinander vernetzt. Die Verbesserung der Lehre in den Fächern der Ingenieurwissenschaften stand im Fokus, außerdem wurden die Studierenden bei ihrem Übergang von der Schule zur Universität und nach Abschluss des Studiums beim Übergang in den Beruf unterstützt. Die innovativen Lehrprojekte waren in der Entwicklung sehr zeit- und ressourcenaufwendig, sodass die Verlängerung der Förderung dafür genutzt wird, die Projekte weiter auszubauen und zusätzlich neue Akzente z.B. im Bereich Entrepreneurship zu setzen. „Die Übertragung unserer Erkenntnisse an andere Hochschulen bzw. der Erfahrungsaustausch ist ein entscheidender Baustein von ELLI. Wir werden daher auch in Zukunft viele Messen und Tagungen besuchen, um in Kontakt mit Hochschulen zu treten und ihnen von unseren Ergebnissen zu berichten“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Marcus Petermann, wissenschaftlicher Projektleiter von ELLI. Der Bund stellt für den Qualitätspakt Lehre zwischen 2011 und 2020 insgesamt rund 2 Milliarden Euro bereit. Neben der Ruhr-Universität Bochum werden Projekte an 156 Hochschulen auch in den nächsten fünf Jahren weitergefördert.