Geschützt – Ungeschützt

Geschützt – Ungeschützt

27.10.2015
© Eimermacher

Vom 1.11. bis 31.12 ist der Unibibliothek die Ausstellung „Geschützt – Ungeschützt“ zu sehen. Gezeigt werden großformatige Foto-Assemblagen von Karl Eimermacher. Der Künstler wird bei der offiziellen Eröffnung (3.11-, 18 Uhr) eine Einführung geben.

Die Werke

Karl Eimermachers Foto-Assemblagen illustrieren keine konkreten Situationen. Es handelt sich vielmehr um punktuelle Versuche, die Kehrseite unserer Kultur zu interpretieren: „Warum wiederholen sich Schrecken und Gewalt immer wieder neu?“ Die Arbeiten der Ausstellung beziehen sich einerseits auf Eimermachers langjährige Beschäftigung mit Fragen nach den positiven Mechanismen menschlicher Kultur und andererseits auf die dunklen Seiten der Menschheitsgeschichte: Aggressivität und Zerstörung. Offensichtlich gibt es ein Spannungsverhältnis zwischen Erhalten und Vernichten. Kultur kann zu Un-Kultur pervertiert werden. Gleichzeitig streben der Mensch und die Natur selbst immer wieder danach, Ungeschütztes zu schützen, Zerstörungen rückgängig zu machen oder von vornherein zu verhindern. Künstler machen negative Erscheinungen durch unterschiedliche Darstellungsmittel bewusst. Sie versuchen, den Betrachter zu provozieren und zu erschüttern. Die Folgen missbrauchter Herrschaft, Egoismus, Habsucht, Mord und Massenmord, müssen im Mittelpunkt stehen. Die positiven Errungenschaften menschlicher Kultur, die der Selbsterhaltung und dem Überleben dienen, schlagen oft in ihr Gegenteil um, lösen Krisen des Einzelnen und der Gesellschaft aus und führen zu Kriegen und Massenvernichtung. Kultur verliert dann ihre positive Rolle. Ungeschütztes steht neben Geschütztem. Die Grenzen zwischen Bewahren und Vernichten verschwimmen.