Summer School: Urban Food Plus

Summer School: Urban Food Plus

05.10.2015
© Dr. Volker Häring, RUB
Feldexperiment in Tamale, Ghana

Im Blue Square in der Bochumer Innenstadt findet bis zum 9. Oktober die diesjährige Summer School des Projekts Urban Food Plus (UFP) statt. Zu Gast sind 60 Teilnehmer aus elf Ländern, u.a. aus den westafrikanischen Ländern Burkina Faso, Ghana, Kamerun und Mali, die im Mittelpunkt von UFP stehen.

Unfruchtbarer Boden und wenig Wasser zwingen die Menschen in Westafrika, die Lebensmittelproduktion vom Land in die Stadt zu verlagern – oft ohne rechtliche Grundlage. Hier setzt das Projekt Urban Food Plus an, das die Ruhr-Universität gemeinsam mit der Universität Kassel koordiniert. Die Forscher wollen die urbane Landwirtschaft in Afrika aus der Illegalität holen, effizienter machen und die Qualität der Produkte steigern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt.

Im Blick: Der Stand der Forschung

Während der Projektlaufzeit – 2013 bis 2018 – gibt es jedes Jahr eine Summer School; das diesjährige Treffen richtet das Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der RUB aus. Wissenschaftler, Doktoranden und Projektpartner von vier deutschen Hochschulen (neben der RUB und der Universität Kassel auch die Universitäten Göttingen und Freiburg), von sieben westafrikanischen Partnerorganisationen und zwei internationalen Agrarforschungszentren (World Vegetable Center, International Water Management Institute) präsentieren und diskutieren den Stand der Forschungsarbeiten.

Workshops und Exkursion

Auf dem Programm der Tagung im Blue Square stehen mehrere Workshops zur Doktoranden-Weiterbildung. Ein Höhepunkt ist am Mittwochnachmittag eine Exkursion zu städtischer Landwirtschaft, konkret der Besuch einer ökologischen Kleingartenanlage sowie eines Gemeinschaftsgartens in Bochum.

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Fachübergreifende Kooperation

Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftler der RUB arbeiten im Projekt Urban Food Plus eng zusammen. Beteiligt sind das IEE (Prof. Wilhelm Löwenstein), der Lehrstuhl für Bodenkunde (Prof. Bernd Marschner) und der Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft (Prof. Marc Wichern). Koordiniert wird das interdisziplinäre Projekt gemeinsam durch die Uni Kassel (Prof. Andreas Bürkert) sowie Prof. Bernd Marschner (Geographisches Institut der RUB).