Verschlüsselungstechnik verbessern: Neue Nachwuchsgruppe

Verschlüsselungstechnik verbessern: Neue Nachwuchsgruppe

24.09.2015
© RUB, Foto: Marquard

Für die Entwicklung neuartiger Verschlüsselungsverfahren richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft an der Fakultät für Mathematik der RUB eine neue Nachwuchsgruppe ein. Das Team um Juniorprofessor Dr. Sebastian Faust erhält zu diesem Zweck rund 500.000 Euro für drei Jahre aus dem Emmy Noether-Programm.

Anforderungen aus der Praxis besser erfüllen

Bei der Entwicklung neuer Verschlüsselungsverfahren muss deren Sicherheit verifiziert werden. Die moderne Kryptografie nutzt dazu Modelle, mit denen sich die Sicherheit von Verschlüsselungsalgorithmen mathematisch beweisen lässt. Am weitesten verbreitet ist das Black Box-Modell. Dieses überprüft allerdings nur, ob das Verschlüsselungsverfahren selbst sicher ist. In der Praxis zielen erfolgreiche Angriffe jedoch häufig auf Schwachstellen in der Implementation ab, also auf die Art und Weise, wie der Algorithmus zum Beispiel auf einer Chipkarte eingesetzt wird. Hier setzt das Forschungsvorhaben von Sebastian Faust an. „Wir wollen die Lücke zwischen der theoretischen Abstraktion des Black Box-Modells und der Realität schließen“, sagt der Mathematiker vom Lehrstuhl für Grundlagen der Kryptographie.

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2015/pm00128.html.de