Nachwuchspreis für RUB-Forscherin

Nachwuchspreis für RUB-Forscherin

08.04.2015
© Foto: Lutz Leitmann/Wirtschaftsförderung Bochum
Heinz Maier-Leibnitz-Preisträgerin Sarah Weigelt

Mit dem wichtigsten deutschen Nachwuchspreis wird die Bochumer Juniorprofessorin Sarah Weigelt (36) ausgezeichnet. Sie gehört zu den diesjährigen Trägerinnen und Trägern des Heinz Maier-Leibnitz-Preises.

Den mit je 20.000 Euro dotierten Preis verleihen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 5. Mai in Berlin. Die Ruhr-Universität Bochum freut sich über eine weitere Anerkennung der Forschungsleistung an der Fakultät für Psychologie.

Die Welt durch Kinderaugen sehen

Sarah Weigelt sieht die Welt sprichwörtlich durch die Augen der Kinder. Sie untersucht in Verhaltensexperimenten und mit modernen hirnbildgebenden Verfahren, wie sich das visuelle Gehirn des Menschen entwickelt. Ihr Fachgebiet der Entwicklungsneuropsychologie ist ein Querschnitt aus Hirnforschung und Entwicklungspsychologie und noch relativ jung in Deutschland.

Vom MIT über Münster an die RUB

Sarah Weigelt verfasste ihre Diplomarbeit am Max-Planck-Institut für Hirnforschung, wo sie in der Abteilung von Wolf Singer die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) kennenlernte und diese dann in ihrer Dissertation zur Erforschung der bewussten visuellen Wahrnehmung nutzte. Als Postdoc am Massachusetts Institute of Technology (MIT) konnte sie entwicklungspsychologische Kenntnisse hinzugewinnen. Nach einer weiteren Station an der Universität Münster erforscht Juniorprofessorin Weigelt nun an der RUB neben der Sehentwicklung derzeit auch atypisches Sehen von Kindern mit Autismus. jwy/DFG

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Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2015

Für die diesjährige Runde des Heinz Maier-Leibnitz-Preises waren insgesamt 127 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden, von denen 24 in die engere Wahl kamen und letztlich zehn gekürt wurden – fünf Forscherinnen und fünf Forscher.

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