Sterne, "Das Böse" und das Ruhrgebiet

Sterne, "Das Böse" und das Ruhrgebiet

© Lehrstuhl Astrophysik
Adlernebel im Sternbild Schlange

In dieser Woche wartet die Reihe "50 Jahre - 50 Vorträge" ausnahmsweise gleich mit drei Vorträgen auf: Um Sterne und Schwarze Löcher geht es am Montag, Mittwoch steht "Das Böse" im Mittelpunkt, und Freitag dreht sich alles ums Ruhrgebiet.

9.3.2015, 18 Uhr: Von Blauen Sternen und Schwarzen Löchern

Die Universitätssternwarte der Ruhr-Universität befindet sich in der chilenischen Atacamawüste – dem klimatisch besten Standort der Welt für astronomische Beobachtungen. Mit mehr als 300 klaren Nächten und mehreren universitätseigenen Teleskopen sind Langzeitbeobachtungen möglich, die an großen internationalen Observatorien nicht durchführbar sind. Auf diese Weise können variable Phänomene untersucht werden, die neuartige Einsichten in die Struktur von Sternen und Schwarzen Löchern erlauben. Prof. Dr. Rolf Chini, Astrophysik, Fakultät für Physik und Astronomie, beschreibt an zwei Beispielen, wie zum einen Variabilitätsuntersuchungen der massereichsten Sterne im Universum belegen, dass diese Sterne nicht als Einzelsterne sondern immer als Zwillinge, Drillinge und sogar als Vierlinge entstehen. Zum anderen wird die Variabilität Schwarzer Löcher in Galaxienkernen dazu benutzt, um aufgrund von Lichtlaufzeitmessungen die Struktur der Umgebung Schwarzer Löcher zu erkunden.

11.3.2015, 18 Uhr: „Das Böse ist immer und überall“

Die Frage, wo „das Böse“ herkommt, wie es entsteht und was man dagegen tun kann, beschäftigt immer wieder die Gemüter. Aus juristisch-kriminologischer, (neuro-)medizinischer und journalistisch-schriftstellerischer Sicht stellt Prof. Dr. Thomas Feltes, Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft, Juristische Fakultät, anschaulich und anhand von konkreten Beispielen dar, dass „das Böse“ tatsächlich überall ist und nur schwer bekämpft werden kann. Der akademische Streit, ob kriminelles Verhalten angeboren oder angelernt ist, soll hier anschaulich thematisiert und diskutiert werden. Die Schriftstellerin Pieke Biermann aus Berlin wird mit einer Geschichte aus ihrem Buch „Der Asphalt unter Berlin“ einleiten.

13.3.2015, 18 Uhr: Viel erreicht - wenig gewonnen: Das Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet hat in Sachen Strukturwandel viel erreicht – aber ein Blick auf die Arbeitslosenzahlen, die Finanznöte der Kommunen und die Abwanderung qualifizierter junger Menschen zeigt, dass es noch lange keine wirtschaftliche starke, international konkurrenzfähige Region geworden ist. Warum nicht? Was muss passieren? Das beleuchtet Prof. Dr. Jörg Bogumil, Fakultät für Sozialwissenschaften, in seinem Vortrag "Viel erreicht - wenig gewonnen. Ein realistischer Blick aufs Ruhrgebiet". Der Vortrag findet ausnahmsweise an einem Freitag statt! Im Anschluss besteht die Gelegenheit zu einer Diskussion im gemütlichen Kreis auf Einladung der Gesellschaft der Freunde der RUB (GdF), die die Reihe unterstützt.