Leitsätze zur Anwesenheit

Leitsätze zur Anwesenheit

© RUB, Foto: Nelle

"Miteinander reden und gegenseitiges Vertrauen statt übereinander reden und Misstrauen": Unter diesem Tenor hat die Ruhr-Universität Bochum verbindliche "Leitsätze zur Anwesenheit in Lehrveranstaltungen" veröffentlicht.

Entwickelt wurden die Leitsätze in der Universitätskommission für Lehre (UKL) gemeinsam von Vertreterinnen und Vertretern aller Gruppen der RUB – und damit auch gemeinsam mit den Studierenden. Die Leitsätze sind konkrete Handlungsempfehlungen für Lehrende und bieten Studierenden mehr Sicherheit zum Thema Anwesenheit. Sie regeln beispielsweise Voraussetzungen für etwaige Anwesenheitspflichten in Seminaren, erläutern Toleranzgrenzen und sehen als Regelungsort für mögliche Konfliktfälle die jeweiligen Fakultäten vor.

An der RUB ist es bisher zu keinem Beschwerdefall gekommen. Es hat lediglich um einzelne Seminare Diskussionen gegeben, für die sich dezentral Regelungen finden ließen. "Das entspricht dem Leitsatz, miteinander zu reden und Vertrauen zu schaffen", sagt Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre der RUB und Vorsitzende der UKL. "Die Diskussion zum Thema Anwesenheit hat sich mit dem neuen Hochschulgesetz nicht verändert. Eine Anwesenheitspflicht in Vorlesungen gibt es ja schon seit vielen Jahren nicht mehr. Bei rund 4000 Veranstaltungen im Jahr haben wir aber immer mal einzelne Fälle - in der Regel sind es Seminare - über die diskutiert wird. Die Zahl der Veranstaltungen, um die es dabei geht, liegt im Promille-Bereich. Das ist mit dem neuen Hochschulgesetz nicht anders."

Die Leitsätze der UKL stehen im Internet unter:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/universitaet/leitung-gremien/universitaetskommissionen/lehre/veroeffentlichungen.html