Wassereis macht kurzlebiges Molekül haltbar

Wassereis macht kurzlebiges Molekül haltbar

10.02.2015
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Die Abbildung zeigt das Fluorenylkation in Wasser bei 3 K. Das Bild wurde auf der Basis von QM/MM Molekulardynamiksimulationen erstellt.

Mit einer konzeptionell verblüffend einfachen Methode ist es RESOLV-Forschern gelungen, ein extrem kurzlebiges Molekül zu untersuchen: Sie hüllten es in Wassereis ein. Darüber berichten sie in "Angewandte Chemie".

"Antiaromaten": extrem instabil und kaum zu untersuchen

Als „Antiaromaten“ bezeichnen Chemiker eine Art von Ringmolekülen, die extrem instabil sind – das Gegenstück zu den sehr stabilen aromatischen Molekülen. Weil sie nur Bruchteile von Sekunden existieren, braucht man extrem aufwendige, ultraschnelle Verfahren um sie nachzuweisen. Forschern des Exzellenzclusters RESOLV an der Ruhr-Universität Bochum ist es jetzt mit Kollegen des Max Planck Instituts für Kohlenforschung in Mülheim gelungen, das antiaromatische Fluorenylkation bei extrem tiefen Temperaturen in Wassereis zu fixieren. So konnten sie es erstmals spektroskopisch untersuchen. Sie berichten in „Angewandte Chemie“.