Studis drehen Doku über Senioren

Studis drehen Doku über Senioren

07.11.2014
© Daheim TV, Foto: Lindner, Przybylka
Senioren machen Theater: Die Doku wurde auch im Bürgerfernsehen nrwision gesendet.

Vier Monate lang haben zwei Studierende der RUB eine Gruppe von Senioren mit der Kamera begleitet. Entstanden ist eine 20-minütige Dokumentation über die Kunst, mit dem Altern umzugehen.

Film für gemeinnützigen Verein

„Alt werden ist nichts für Weicheier!“, tönt eine Seniorin in Lederjacke, deren weiße Haare unter einem Baseballcap hervorgucken. Mit grimmigem Blick streckt sie ihren Mittelfinger in die Kamera, nur um kurz darauf verschmitzt zu grinsen. Die Szene ist Teil der Dokumentation „Spätvorstellung: Ein Seniorenheim erobert die Bühne“, die Nicola Przybylka und Martin Lindner für Daheim e. V. gefilmt haben. Die beiden Studierenden der Medienwissenschaften arbeiten ehrenamtlich für den gemeinnützigen Verein, der es sich zur Aufgabe macht, generationsübergreifend Medienkompetenz zu fördern.

„Spätzünder“ vor der Kamera

Der Film blickt hinter die Kulissen des Projekts „Die Kunst der Nachbarschaft“, das im Bochumer Seniorenheim St. Marienstift ins Leben gerufen wurde. Die Theaterpädagogin Merima Horozovic besucht die Senioren wöchentlich, entwickelt mit ihnen ein Theaterstück und zeigt ihnen, offen und unverkrampft auf der Bühne zu agieren. Ihren ersten Auftritt hatten die „Spätzünder“, wie sich die Senioren selbst nennen, im August auf einem Stadtteilfest.

Spannende Herausforderung

„Es war eine Herausforderung, über so lange Zeit ein einziges Projekt zu begleiten“, erzählt Martin Lindner, der neben seinem Studium beim Unisender TV.RUB arbeitet. „Aber es hat Spaß gemacht zu sehen, wie die Senioren dabei regelrecht aufgeblüht sind, sich entwickelt haben und immer selbstbewusster geworden sind.“ Und Nicola Przybylka ergänzt: „Die Atmosphäre war angenehm und entspannt. Wir haben interessante Menschen mit interessanten Geschichten kennengelernt.“

Redaktion: Sabrina Kauschke