Grünes Licht für clevere Algen

Grünes Licht für clevere Algen

26.09.2014
© Kristina Overkamp
Die Abbildung zeigt schematisch die verschachtelt aufgebaute Cryptophytenzelle, in deren inneren Bereich, dem Plastidenstroma, sich das Anknüpfungsenzym GtCPES mit der Fass-ähnlichen Struktur befindet. Das Plastidenstroma ist der Arbeitsort von GtCPES, wo es für den Transport und die Anknüpfung des magentafarbenen Pigments Phycoerythrobilin an das Phycobiliproteingerüst zuständig ist.

Mit einer Untersuchung, wie einzellige Algen grünes Licht ernten können, schaffte es ein RUB-Forscherteam um Dr. Kristina Overkamp auf das Cover der aktuellen Ausgabe des Journal of Biological Chemistry.

Unterschiede beim Zusammenbau der Lichterntekomplexe verschiedener Mikroorganismen

Pflanzliches Plankton ist nicht nur Fundament der Nahrungskette in den Ozeanen, sondern bindet über Photosynthese auch Kohlenstoff und produziert Sauerstoff. Dafür nutzt das sogenannte Phytoplankton Sonnenergie. Einen beachtlichen Teil des Phytoplanktons machen Cryptophyten, komplexe einzellige Algen, aus. Sie haben ihre Lichterntemechanismen im Lauf der Evolution stark an ihre Umgebung angepasst und können daher zum Beispiel auch grünes Licht nutzen. Forscher um Prof. Dr. Nicole Frankenberg-Dinkel decken erstmals Gemeinsamkeiten und Unterschiede beim Zusammenbau der Lichterntekomplexe der Cryptophyte Guillardia theta im Vergleich zu Cyanobakterien und Rotalgen auf. Die Veröffentlichung der Ergebnisse in der Zeitschrift „Journal of Biological Chemistry“ gehört zu den zwei Prozent der Publikationen, welche zum „Paper of the week“ gewählt wurden.