Scharfe Sache

Scharfe Sache

14.08.2014
© RUB, Nelle
Deutschlands größte Chili-Ausstellung

Noch bis Mitte Oktober ist an der RUB die größte Chili-Sammlung Deutschlands zu bewundern. Ausgestellt ist sie im Botanischen Garten der Universität und kann täglich von 9-17 Uhr im Anzuchthaus IA (direkt neben dem Seerosenhaus) besucht werden.

Bunte Vielfalt

Insgesamt werden 212 verschiedene Chilipflanzen aus aller Welt präsentiert. Von der beliebten Tabasco-Chili bis zur sogenannten Westlandia, die ihren Ursprung in der ehemaligen DDR hat. Besonderes Highlight der Ausstellung ist die Trinidad Scorpion Moruga: Ihr Schärfegrad liegt bei zwei Millionen Skoville. Damit ist sie ungefähr so scharf wie Pfefferspray – eine der schärfsten Chilisorten der Welt.

Hohes persönliches Engagement

Entstanden ist die Ausstellung auf Initiative von Jan Rasche. Er betreut normalerweise das Savannenhaus des Botanischen Gartens und hat seine private Vorliebe für scharfes Essen zum Ausgangspunkt für die Ausstellung gemacht. „Angefangen hat damals alles mit einer Pflanze, die mir mein Vorgänger Gerard Michaud hinterlassen hat. Und da ich es kulinarisch gerne scharf mag, habe ich dann von vielen Reisen immer neue Chilis mitgebracht, mit denen ich den Bestand aufgestockt habe", so Rasche.

Kollegiale Zusammenarbeit

Einige Samen kamen auch über Zukauf oder Tauschgeschäfte mit anderen Botanischen Gärten nach Bochum. So werden es Jahr für Jahr immer mehr Pflanzen. Da es in den Gewächshäusern allerdings gerade in den kalten Monaten eng wird, werden die Chilis nicht überwintert, sondern jedes Jahr neu hochgezogen. Hilfe bekommt Rasche dabei von seinen beiden Kollegen Jan und Timo Riering, die ihm auch beim Verkosten für ihr gemeinsames Buch geholfen haben (siehe Rubrik „Angeklickt“).

Redaktion: Maureen Nauen

Angeklickt

 


Die Organisatoren der Ausstellung Jan Rasche und Timo Riering