Studieren wie in Harvard

Studieren wie in Harvard

12.08.2014
© Nils Fonteyne
Teilnehmer und Dozenten des ersten MOC-Kurses an der RUB

Studieren wie in Harvard - das ist auch an der RUB möglich. Im Sommersemester wurde erstmals ein von Harvard-Professor Michael E. Porter entwickelter Kurs zur Wettbewerbsfähigkeit angeboten.

Seit Oktober 2013 gehört die Arbeitsgruppe Stadt- und Regionalökonomie von Prof. Matthias Kiese dem Netzwerk Microeconomics of Competitiveness (MOC) der renommierten Harvard Business School an. Kern des Netzwerkes ist der Kurs zu Ursachen der Wettbewerbsfähigkeit.

Quellen wirtschaftlichen Wohlstands

Zwölf Master- und Promotionsstudenten unterschiedlicher Nationalitäten und Fachrichtungen - Geographie, Volkswirtschaft, Raumplanung, Entwicklungsforschung – stellten sich im vergangenen Semester als Erste der Herausforderung Harvard und belegten „Microeconomics of Competitiveness: Firms, Clusters and Economic Development.“ Im Mittelpunkt des Kurses standen die Themen Wettbewerbsfähigkeit und Clusterpolitik sowie die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen, Standorten, Regionen und Nationen. „Der Kurs bietet ein einzigartiges Verständnis für die Quellen wirtschaftlichen Wohlstands“, weiß Prof. Kiese vom Geographischen Institut.

Fallstudien

Bekannt ist die Lehre der Harvard Business School insbesondere für ihre „Case Studies“. Auch der MOC-Kurs an der RUB basierte vollständig auf Fallstudien, die von den Studierenden eigenständig vorbereitet und in Gruppen diskutiert wurde – darunter „Estland und die EU-Mitgliedschaft“, „Das Niederländische Blumen-Cluster“ oder auch „New York City: Bloombergs Strategie für wirtschaftliche Entwicklung“.

Enorm bereichert

Unterstützt wurden die Diskussionen durch audiovisuelles Material. Per Video kamen Prof. Porter und andere Protagonisten der Fallstudien, etwa Staatschefs, Minister und Unternehmenslenker, im Kurs zur Sprache. „Das war eine tolle, spannende und anspruchsvolle Herausforderung für Dozierende und Studierende und eine ganz besondere Lehr- und Lernerfahrung. Wir sind stolz auf die internationale und interdisziplinäre Zusammensetzung unserer ersten Teilnehmer. Diese Vielfalt hat unsere Diskussionen enorm bereichert“, lautet das Fazit von Prof. Kiese.

Silicon Saxony - Afghanistan - Hongkong

In ihren Abschlussprojekten stellten die Studierenden schließlich nicht nur ihr erlerntes Wissen, sondern auch „außergewöhnliche Kreativität“ unter Beweis. In Kleingruppen analysierten sie die Wettbewerbsfähigkeit selbstgewählter Cluster, z.B. „Silicon Saxony“, das Teppich-Cluster Afghanistans und das Filmindustrie-Netzwerk Hongkongs. Auch im nächsten Semester wird der MOC-Kurs wieder angeboten. Prof. Kiese ist überzeugt: „Für Studierende ist dieser Kurs reizvoll und attraktiv.“

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Nächster Kurs

Der nächste Kurs zum Thema „Microeconomics of Competitiveness: Firms, Cluster and Economics“ findet im Wintersemester 2014/15 montags von 14-17 Uhr statt. Bis zum 31. August können sich interessierte Masterstudierende und Doktoranden bei Julian Kahl anmelden (julian.kahl@rub.de).


Weitere Informationen

Prof. Dr. Matthias Kiese, Humangeographie (Stadt- und Regionalökonomie), Geographisches Institut der RUB, Tel. 0234/32-23436, matthias.kiese@rub.de

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