RUB bekennt Farbe

RUB bekennt Farbe

© RUB/Hochschulkommunikation

Rechtsextremismus ist keine gesellschaftliche Randerscheinung, sondern in sämtlichen Gesellschaftsschichten zu finden: auch an der RUB. Aus diesem Grund bekennt die Uni Farbe und lädt am 2. Juli zu einer Veranstaltung zum Thema „Rechtsextremismus in NRW“ ein.

Was ist los in unseren Hörsälen?

Dass sich auch unter Kommilitoninnen und Kommilitonen rechtsextremes Gedankengut finden lässt, ist für viele Studierende häufig nicht präsent. Doch auch an der RUB gibt es organisierte Neonazigruppen und Rechtsextreme, die nicht immer anhand ihres Aussehens zu erkennen sind. Das weit verbreitete Klischee vom aggressiven Skinhead ist längst überholt und eine Unterscheidung der politischen Gruppierungen anhand des Aussehens ist kaum noch möglich. Aus diesem Grund fragen Dr. Thomas Pfeiffer und Diplom-Sozialwissenschaftler Jan Schedler danach, wie sehr sich der Habitus des Neonazis in den letzten Jahren verändert hat und zeigen auf, dass politischer Radikalismus vor allem an Denk- und Handlungsmustern zu erkennen ist.

Neue Islamfeindlichkeit

Darüber hinaus gehört eine neue Form der Islamfeindlichkeit zu den aktuellen Ausprägungen des rechtsextremen Gedankenguts. Vor allem die „Pro NRW“-Partei und die NPD machen sich das Thema zunutze, um Menschen aus ökonomisch schwächeren Milieus zu erreichen und Meinungen zu bilden. Auch um dieses Phänomen soll es am 2. Juli gehen. Die Veranstaltung findet um 14 Uhr im HGA 20 statt. Teilnehmen kann jeder, der Interesse hat, sich über dieses schwierige Thema zu informieren.
Redaktion: Maureen Nauen