„Ethics of Risk”

„Ethics of Risk”

© Lehrstuhl für Baustofftechnik, RUB
Risiken sind allgegenwärtig, u.a. beim Autofahren.

Am 25./26. Juni findet an der RUB und am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) der Workshop „Risk Ethics“ statt. Veranstalter sind der internationale Master-Studiengang „Ethics – Economics, Law and Politics (EELP)“ und das KWI. Anmeldungen sind bis zum 20. Juni möglich.

Risiken sind allgegenwärtig

Risiken sind allgegenwärtig. Sei es beim Sport, beim Autofahren oder bei der Verwendung neuer Technologien. Vor dem Hintergrund einer unsicheren Zukunft ist auch die ethische Bewertung von Handlungen unsicher: Welchen Risiken darf ich mich selbst und andere aussetzen? Wie kann ich über Risiken für mich und andere entscheiden, wenn die Folgen meiner Handlung nur mehr oder weniger wahrscheinlich sind? Diese Fragen sind Thema des Workshops „Risk Ethics“ am 25. (RUB) und 26. Juni (KWI). Ziel des Workshops ist es, ein näheres Verständnis von Risiken und ihrer Interpretation zu gewinnen, Kriterien des verantwortlichen und gerechten Umgangs mit Risiken zu diskutieren und anhand ausgewählter Fragen den Regelungsbedarf und die Regelungsmöglichkeiten von Risiken zu erörtern. Denn die Frage, wie mit Risiken und Unsicherheit verantwortlich und gerecht umzugehen ist, gehört unverändert zu den noch weitgehend ungeklärten Fragen und Forschungsdesideraten der normativen Ethik.

Teil einer Summer School

Der Workshop ist Teil einer Summer School, die vom internationalen Master-Studiengang „Ethics – Economics, Law and Politics (EELP)“ in Kooperation mit dem KWI veranstaltet wird. Organisation der Summer School sind Dr. Simone Heinemann und Prof. Dr. Klaus Steigleder. Den Auftakt der Veranstaltung bildet der Vortrag des international führenden Risikoethikers Prof. Dr. Sven Ove Hansson vom Royal Institute of Technology, Stockholm, der am 25.6. einen Abendvortrag zum Thema „Can we manage risks ethically?“ halten wird (HGA 20, 18:15 Uhr). Am 26.6. findet im KWI Essen von 9-16 Uhr ein Workshop mit Hansson statt, der zu Beginn zur Verbindung von Risikophilosophie und Erkenntnistheorie sprechen wird. Im Anschluss werden Mitglieder des Studiengangs EELP in Kurzpräsentationen verschiedene Fragen der Risikoethik behandeln und zur weiteren Diskussion einladen. Die Präsentationen behandeln u.a. Prof. Hanssons Theorie reziproker Risikoverteilung und seine Behandlung von Unsicherheit und Schwellenwerten sowie das Vorsorgeprinzip. Den Abschluss bildet die Diskussion, ob gefährliche Sexualstraftäter nach Verbüßung ihrer Strafe freigelassen werden dürfen. Vortrag und Workshop werden in englischer Sprache abgehalten. Die Zahl der Teilnehmer am Workshop ist begrenzt. Einzelne Anmeldungen zur Teilnahme sind noch bis zum 20.6. unter eelp@rub.de möglich. Der Abendvortrag am 25.6. ist öffentlich.

eelp@rub.de