Frauen in Führungspositionen

Frauen in Führungspositionen

© RUB; Schirdewahn
Die Organisatoren der Veranstaltung: Christian Ahlfeld, Miriam Huber, Martina Frießem, Joachim Zülch (v. l.)

30 Ingenieurinnen der RUB trafen sich am Mittwoch zum lockeren Gespräch rund um das Thema „Frauen in Führungspositionen“. Der Workshop wurde vom Lehrstuhl für Industrial Sales Engineering (ISE) ausgerichtet und ist durch den Lore-Agnes-Preis gefördert.

Tendenz steigend

Schon zum 8. Mal ging es im Beckmann’s Hof um die Frage: „Wie ist es um die Gleichstellung im Universitäts- und Arbeitsalltag von Ingenieurinnen bestimmt?“. Befragt wurden die Gleichstellungsbeauftragte der RUB, Dr. Beate von Miquel, sowie der Unternehmensberater und Buchautor, Dr. Peter Modler. Die wichtigsten Erkenntnisse waren, dass Frauen in den klassischen Ingenieurdisziplinen immer noch unterrepräsentiert sind, neuere Studiengänge wie Sales Engineering and Product Management (SEPM) dagegen auch von Frauen immer stärker frequentiert werden.

Der kleine Unterschied der Sprache

Wie sich Frauen in Führungspositionen richtig verhalten, vor allem in einem klar männlich dominierten Umfeld, zeigte das anschließende Verhaltenstraining mit Dr. Peter Modler. Anhand verschiedener Situationen aus dem konkreten Arbeitsalltag machte er den Teilnehmerinnen deutlich: Frauen und Männer kommunizieren durchaus unterschiedlich. Um in einem männlich dominierten Beruf Akzeptanz zu finden, reichten Intellekt und Fachwissen nicht aus, so Modler. Stattdessen müssten Frauen zusätzlich lernen, die Sprache der Männer zu sprechen, und diese sei klar von Rang- und Revieransprüchen gekennzeichnet.

Der Lore-Agnes-Preis

Der ISE-Workshop „Frauen in Führungspositionen“ wurde 2011 mit dem Lore-Agnes-Preis ausgezeichnet und bietet Studentinnen der Ingenieurwissenschaften vier Mal im Jahr die Möglichkeit, an verschiedenen Vorträgen und Veranstaltungen zum Thema Gleichberechtigung teilzunehmen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis des Rektorats wird für hervorragende, innovative Projekte der Frauenförderung bzw. der Geschlechtergleichstellung vergeben. Ziel des Preises ist es, auf Projekte in der Gleichstellungsförderung aufmerksam zu machen und eine zukünftige Aktivität in diesem Bereich zu stärken.

Redaktion: Maureen Nauen