Wissen vs. Selbstständigkeit

Wissen vs. Selbstständigkeit

11.04.2014
© RUB, Foto: Schirdewahn
Die Studierenden absolvierten ihren Bachelor an der chinesischen Xi'an University of Technology and Architecture und belegen nun den RUB-Masterstudiengang Organizational Management (MAOM).

In China bedeutet Studieren, sich möglichst viel Wissen anzueignen. Dreizehn chinesische Studierende, die im Oktober 2013 ans Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum kamen, stellen fest: Studieren in Deutschland geht anders.

Die mittlerweile 15 chinesischen Studierenden bekamen in einer Praxiswoche die Aufgabe, zu erforschen, welche Herausforderungen deutsche und chinesische Studierende erwarten, wenn sie an Universitäten im jeweils anderen Land gehen.

Mangelhafte Auswahlverfahren

Das Studium in China ist darauf ausgerichtet, möglichst schnell möglichst viel Wissen aufzunehmen und zu behalten. An deutschen Universitäten wird von den Studierenden hingegen vor allem erwartet, selbstständig zu arbeiten, Schwerpunkte zu setzen und für die eigenen Entscheidungen die Verantwortung zu tragen. Außerdem lernen deutsche Studierende, kritisch zu denken und zu reflektieren – Fähigkeiten, die in China wiederum kaum gefragt sind. Die chinesischen IAW-Studierenden bemängeln die fast ausschließlich am Numerus clausus orientierten Auswahlverfahren deutscher Universitäten. Als sie ihr Studium in Deutschland begannen, war ihnen deswegen nicht bewusst, dass hier bestimmte Kompetenzen gefragt sind: z.B. Selbstständigkeit, Reflexionsfähigkeit, Diskussionsbereitschaft, Entscheidungsfähigkeit oder didaktisch-kommunikative Fähigkeiten.

Weitere Informationen

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2014/pm00051.html.de