Mehr Wahlfreiheit im Optionalbereich

Mehr Wahlfreiheit im Optionalbereich

20.02.2014
© RUB, Foto: Nelle
Das Feedback der Studierenden fließt in die Neugestaltung ein.

Seit Januar sind Studierende dazu aufgerufen, ihre Vorschläge zur Weiterentwicklung des Optionalbereichs einzureichen. Rund 1.400 haben bislang an der Onlinebefragung teilgenommen. Die Auswertung der Rückmeldungen zeigt: Der Großteil wünscht sich individuellere Entfaltungsmöglichkeiten.

Das Ergebnis ist eindeutig: 87% der Studierenden geben an, dass sie freier aus dem vielfältigen Angebot der sechs Gebiete auswählen möchten. Dazu gehören unter anderem Fremdsprachen, Präsentations- und Kommunikationsseminare, interdisziplinäre Module und Praktika. Bisher müssen Studierende mindestens drei unterschiedliche Gebiete abdecken und können ihre Credit Points nicht nur in einem Bereich, zum Beispiel Fremdsprachen, erwerben. 82% würden das laut der Befragung allerdings gerne tun.

Konstruktive Vorschläge und Ideen

Für die Lenkungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Uta Wilkens (Prorektorin für Lehre), die sich mit der Weiterentwicklung des Optionalbereichs befasst, sind die Ergebnisse ein klarer Auftrag: Zukünftig sollen Studierende ihr Profil individueller schärfen können. Auf insgesamt über 130 Seiten Freitext äußerten die Befragungsteilnehmer umfangreiche und konstruktive Vorschläge, die zeigen, dass sie viele Angebote auch in Zukunft nicht missen möchten.

Gestaltung neuer Profilbereiche

Die Lenkungsgruppe erarbeitet im Auftrag des Rektorats ein Konzept für die unterschiedlichen sogenannten Profilbereiche. Auch wenn die inhaltliche Gestaltung dieser Bereiche gerade erst beginnt, wurde in der Befragung bereits evaluiert, wie groß das Interesse der Studierenden an möglichen Profilen ist. Zur Wahl standen die Profile Sprachen, International, Forschung, Liberal Arts Education, Praxis, Lehramt sowie ein offenes Profil, in dem aus allen Angeboten gewählt werden kann. Diese allgemeinen Titel wurden mit einer kurzen Beschreibung möglicher Inhalte ergänzt.

62% der Studierenden gaben an, Interesse an einem der oben genannten Profile zu haben. Zwischen 70 und 80% dieser Studierenden würden sogar gerne alle Credit Points innerhalb der Profilbereiche erbringen. 38% möchten lieber frei aus allen Angeboten wählen.

Studierende besonders an Sprachen interessiert

Besonders beliebt ist das Profil Sprachen, an dem 21% der Studierenden Interesse äußern. Relativ beliebt wäre auch ein Profil, das sich mit der beruflichen Praxis auseinandersetzt oder gezielt darauf vorbereitet (12%); ebenso ein Profil, das schon im Bachelor auf das Studium eines Master of Education vorbereitet (11%). Deutlich kleiner fallen die Profile International (unkomplizierte Anerkennung von Studienleistungen an ausländischen Hochschulen), Liberal Arts Education (interdisziplinäre Bearbeitung großer gesellschaftlicher Fragestellungen) und Forschung aus. An solchen Profilen hätten zwischen 5 und 7% der Studierenden Interesse.

Zusammenarbeit mit Fakultäten

Sowohl die Befragungsergebnisse fließen in das Konzept mit ein, als auch die Rückmeldungen von Vertretern aus verschiedenen Bereichen der RUB. So hat das Rektorat zu jedem Profil Experten in die Lenkungsgruppe berufen. Diese werden die Profile jedoch nicht alleine mit konkreteren Ideen unterfüttern, sondern gemeinsam mit Interessierten aus unterschiedlichen Bereichen der RUB, insbesondere aus den Fakultäten.