Barcodes für Bäume

Barcodes für Bäume

28.11.2013
© RUB, Foto: Knopf
Eine Harzeibe aus Neuseeland. Die Maori nennen die Pflanze „Kahikatea“ und essen die Zapfen.

Forscher haben im Botanischen Garten der RUB die weltweit größte Sammlung an Steineibengewächsen zusammengetragen, von denen viele vom Aussterben bedroht sind. Sie bestimmten die genetischen Fingerabdrücke der Arten, die es ermöglichen ähnlich aussehende Gewächse auseinanderzuhalten.

Bedrohte Arten identifizieren

„Viele Steineibengewächse haben sehr kleine Verbreitungsgebiete, und in diesen kommen sie teilweise mit nur wenigen Individuen vor – nicht wie unsere einheimischen Nadelgehölze als flächendeckende Wälder“, sagt Dr. Patrick Knopf vom RUB-Lehrstuhl Evolution und Biodiversität der Pflanzen. Um die wenigen seltenen Vertreter der gefährdeten Arten zu schützen, muss man die Arten eindeutig identifizieren können. „Anhand von äußeren Merkmalen ist das bei Steineibengewächsen schwer bis unmöglich“, weiß RUB-Biologe Dr. Christian Schulz. Deshalb erstellten die Bochumer in Kooperation mit „The New York Botanical Garden“ DNA-Barcodes für zahlreiche Steineibengewächse. Die Sammlung im Botanischen Garten der RUB hilft außerdem, bedrohte Arten zu erhalten. Die Bochumer vermehren die Arten und geben Sie an andere Botanische Gärten weltweit weiter.

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2013/pm00321.html.de