Neue Wege in der Lehrerausbildung

Neue Wege in der Lehrerausbildung

25.11.2013
© RUB, Foto: Klinge
Studentin Laura Volmering (3. von links) erhielt das 1. Zertifikat.

Das Ziel des Engagements von Prof. Dr. Antje Klinge, Lehr- und Forschungsbereich Sportpädagogik/-didaktik an der Fakultät für Sportwissenschaft ist klar umrissen: Die Etablierung der Kulturellen Bildung in der Lehrerausbildung.

„Vor allen Dingen die stark wachsenden Ganztagsschulen brauchen interdisziplinär ausgebildete Lehrkräfte. Sie können Schulentwicklungsprozesse begleiten und die Profilbildung nachhaltig beeinflussen“, berichtet Klinge. Als einer der ersten Schritte auf diesem langen Weg hat sie das Programm „ Profilbildende Studien“ entwickelt. Es wird von der Professional School auf Education (PSE) unterstützt und ist im Optionalbereich verankert. Lehramtsstudierende lernen in Theorie und Praxis das Feld der Kulturellen Bildung kennen, absolvieren ein Berufsfeldpraktikum in einer Kulturschule oder –institution und qualifizieren sich so als „Anwälte“ für Kulturelle Bildung an Schulen.

Kulturelle Bildung an der RUB

Prof. Dr. Peter Drewek, Dekan der PSE und Prof. Dr. Klemens Störtkuhl, Studiendekan des Optionalbereichs übergaben jetzt das erste Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme an dem Studienprogramm an die Studentin Laura Volmering. Prof. Drewek resümiert: „Im Lehramtsstudium zielt „kulturelle Bildung“ auf die Initiierung kreativer Lern- und Erfahrungsprozesse über Fächergrenzen hinweg u.a. in der musisch-ästhetischen Bildung und an alternativen Lernorten außerhalb der Universität. Die Profilbildenden Studien werden schon in der Starphase gut angenommen und könnten zu einer aussichtsreichen neuen Facette des Bochumer Lehramtsprofils avancieren.“

Experten prüfen Qualität

Prof. Klinge nutzt auch weitere Initiativen und Netzwerke, um das Themenfeld nachhaltig in den bundesdeutschen Bildungsstrukturen zu verankern. Sie ist u.a. im Rat für Kulturelle Bildung vertreten, ein unabhängiges Expertengremium, das die Lage und Qualität dieses komplexen Bereiches in Deutschland analysiert. Unter dem Titel „Alles immer Gut. Mythen kultureller Bildung“ hat der Rat jetzt seine erste Publikation vorlegt, die eine erste Bestandsaufnahme der Kulturellen Bildungspraxis darstellt. Auf Grundlage dieser Betrachtungen sollen in den nächsten Jahren Gutachten zur Qualität des Themenfeldes erstellt und Empfehlungen für Politik, Bildung und Wirtschaft ausgestellt werden.

Redaktion: Michaela Wurm