Professoren verzichten auf Forschungsfreisemester

Professoren verzichten auf Forschungsfreisemester

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Aus Sorge um die kommende Studierendengeneration haben sich unisono die Professoren der Ruhr-Universität Bochum zu einem ebenso ungewöhnlichen wie selbstlosen Schritt entschlossen: Sie verzichten freiwillig in den nächsten fünf Jahren auf ihre so genannten Forschungsfreisemester.

Auch Nichtwissenschaftler könnten sich beteiligen

Professoren haben nach jeweils sieben Semestern ein Anrecht, sich für ein Semester von der Lehre befreien zu lassen, um sich in Ruhe ihrer Forschung zu widmen; in der Lehre werden sie dann vertreten. In ihrem Schreiben an das Rektorat begründeten sie den Verzicht mit dem Wunsch, zusätzliche Lehrveranstaltungen anzubieten, damit die neuen Studierenden des doppelten Abiturjahrgangs noch besser betreut werden können. Solidarisch mit den Professoren haben sich daraufhin die Wissenschaftlichen Mitarbeiter bereit erklärt, in diesem Zeitraum freiwillig eine Stunde mehr pro Woche zu unterrichten. Zurzeit beraten die Personalräte, ob auch die Mitarbeiter in Technik und Verwaltung angesichts dieser ungewöhnlichen Schritte des wissenschaftlichen Personals dazu motiviert werden können, eine Stunde pro Woche Mehrarbeit zu leisten, die dann auf das Lebensarbeitszeitkonto der Mitarbeiter gutgeschrieben würde.