RUB gewinnt idw-Preis

RUB gewinnt idw-Preis

© André Appel
Die Preisträger Dr. Harald Rösch (Max-Planck-Gesellschaft, 2. Platz), Jens Wylkop (RUB, 1. Platz) und Norbert Robers (Uni Münster, 3. Platz) v. l. n. r.

Die Pressestelle der Ruhr-Universität Bochum freut sich über den Preis für Wissenschaftskommunikation 2012 des Informationsdiensts Wissenschaft (idw). Die Presseinformation mit dem Titel „ADHS wird zu häufig diagnostiziert“ belegte Platz 1 und wird mit 2.000 Euro prämiert.

Preisverleihung in Bremen

Redakteur Jens Wylkop nahm die Auszeichnung am 7. März auf der idw-Mitgliederversammlung in Bremen entgegen. Der zweite Platz ging an die Max- Planck-Gesellschaft, der dritte Platz an die Universität Münster. Die Kriterien für den Preis sind handwerkliche Professionalität, wissenschaftliche Relevanz und hoher Nachrichtenwert.

ADHS wird zu häufig diagnostiziert

Die Vermutung, dass die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu häufig diagnostiziert werde, gab es schon lange. Der wissenschaftliche Beleg dafür erregte in Deutschland jedoch viel Aufmerksamkeit. In der prämierten Presseinformation legt Jens Wylkop dar, dass Psychotherapeuten und Psychiater ihr Urteil eher anhand von Faustregeln fällen, anstatt sich auf die gültigen Diagnosekriterien zu verlassen. Deutlich mehr Fehldiagnosen unterlaufen ihnen dabei bei Jungen als bei Mädchen. Das waren die Hauptergebnisse einer Studie von Prof. Dr. Silvia Schneider und Prof. Dr. Jürgen Margraf, beide an der RUB, sowie Dr. Katrin Bruchmüller von der Universität Basel. Die vollständige Presseinformation findet sich online unter: http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2012/pm00104.html.de.

Weitere Informationen
http://www.idw-online.de/de/news522740