So bleibt das Gehirn aufnahmefähig

So bleibt das Gehirn aufnahmefähig

09.01.2013
© Nora Prochnow

Das Kanalprotein Pannexin1 hält Nervenzellen flexibel und somit das Gehirn aufnahmefähig für neues Wissen. Gemeinsam mit Kollegen aus Kanada und Amerika beschreiben RUB-Forscher der um Juniorprofessorin Dr. Nora Prochnow aus der Abteilung für Molekulare Hirnforschung diese Ergebnisse in PLoS ONE.

Autismus-ähnliche Symptome ohne Pannexin1

Mäuse, die in gedächtnisrelevanten Hirnstrukturen kein Pannexin1 besaßen, zeigten in der Studie Autismus-ähnliche Symptome. Ihren Nervenzellen fehlte es an synaptischer Plastizität, also an der Fähigkeit nutzungsabhängig neue Kontakte zu knüpfen bzw. alte Kontakte aufzugeben. „Die Plastizität ist essenziell für Lernprozesse im Gehirn“, erklärt Nora Prochnow. „Sie hilft, Inhalte zu sortieren, zu behalten oder auch im positiven Sinne zu vergessen, um Platz für neue Inhalte zu schaffen.“

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2013/pm00006.html.de