„Botschafter für Deutschland“

„Botschafter für Deutschland“

© RUB-Pressestelle, Marion Nelle
Umringt von brasilianischen Stipendiaten: RUB-Rektor Prof. Elmar Weiler, Botschafter Everton Vieira Vargas, Prof. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen und Prof. Nils Metzler-Nolte, Prorektor für Internationales der RUB (v. l. hinter der Brasilien-Flagge)

Besonderer Gast auf der Messe „Grenzenlos“ war der Botschafter Brasiliens in Berlin, Dr. Everton Vieira Vargas. Nach ersten Gesprächen mit brasilianischen Stipendiaten des Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ am bunten brasilianischen Stand sprach er im sehr gut gefüllten HZO 80 über „Brasilien und Deutschland: Akademischer Austausch und wirtschaftliche Kooperation“.

Dr. Vargas betonte, dass die großen Investitionen Brasiliens in die Bildung und die Auslandsstipendien für brasilianische Studierende vom Gedanken getragen seien, dass mit gut ausgebildeten jungen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern Brasilien der technologische Sprung ins 21. Jahrhundert gelingen möge. Brasilien wolle bis 2014 die Investitionen in Forschung und Bildung von einem auf anderthalb Prozent des Bruttosozialproduktes steigern. Diese Investitionen zielten auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Auch die brasilianische Gesellschaft altere zunehmend und daher müsse Brasilien „reich werden, bevor unsere Gesellschaft alt wird“. Vor Bochumer Wissenschaftlern, die Projekte mit Brasilien durchführen, betonte Dr. Vargas, dass das Programm „Wissenschaft ohne Grenzen“ auch Mittel enthalte, deutschen Wissenschaftlern den Aufenthalt in Brasilien zu ermöglichen. Und seinen jungen Landsleuten gab er mit auf den Weg, dass sie mit dem Lernen der deutschen Sprache einen unermesslichen Vorteil erwürben, der ihnen ihr Leben lang zu Gute kommen werde: „Sie werden nach Ihrer Rückkehr nach Brasilien Botschafter für Deutschland sein“.

Dr. Josef König
Fotos: Marion Nelle

Kooperation mit Brasilien

Im vergangenen Oktober hat die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) mit der Brasilianischen Forschungsgemeinschaft ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Ziel ist, die wissenschaftliche Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch zu fördern. Ein wesentlicher Teil des Austausches läuft über das brasilianische Regierungsstipendienprogramm “Wissenschaft ohne Grenzen” („Ciência sem Fronteiras - CsF“). In diesem einzigartigen milliardenschweren Förderprogramm nahmen die drei UAMR-Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen in diesem Wintersemester insgesamt knapp 70 Studierende und Doktoranden auf. Das ist die deutschlandweit größte Gruppe von brasilianischen CsF-Stipendiaten. Seit 2011 unterhält die UAMR in Rio de Janeiro das Verbindungsbüro ConRuhr Latin America, im Februar 2012 kam eine Nebenstelle in São Paulo hinzu. Die ConRuhr-Büros der UAMR knüpfen Kontakte vor Ort, intensivieren Beziehungen, bahnen Kooperationen an und werben für den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Ruhrgebiet.

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