Eine Zwischenablage für Elektronen

Eine Zwischenablage für Elektronen

30.10.2012
© MPI CEC/RUB
Die Grünalgenart Chlamydomonas reinhardtii, aus welcher die untersuchte [FeFe]-Hydrogenase isoliert wurde.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) und der RUB haben in einem wasserstoffproduzierenden Enzym eine Zwischenablage für Elektronen gefunden. Die sorgt für eine besonders effiziente Wasserstoffherstellung. Das Team berichtet in "Angewandte Chemie".

10.000 Moleküle Wasserstoff pro Sekunde

Bei der Wasserstoffproduktion tun sich zwei Elektronen mit zwei Protonen zusammen. Das Forscherteam zeigte, dass das erste Elektron zunächst wie erwartet auf das Eisenzentrum des Enzyms übertragen wird. Der zweite Transfer hingegen erfolgt auf einen Eisen-Schwefel-Cluster, der sich in der Peripherie befindet. Er bildet somit eine Zwischenablage für das zweite Elektron. Dieser „super-reduzierte“ Zustand ist möglicherweise für die extrem hohe Effizienz der Hydrogenase verantwortlich. „Bis zu 10.000 Moleküle Wasserstoff kann ein einzelnes [FeFe]-Zentrum pro Sekunde generieren“, sagt Camilla Lambertz, Postdoktorandin an der RUB, die die biologischen Proben für das Projekt vorbereitete.

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2012/pm00365.html.de