Lesen bildet – auch Juristen

Lesen bildet – auch Juristen

27.07.2012

Junge Studierende haben offenbar häufig Probleme mit Rechtschreibung, Grammatik und Lesekompetenz. Deswegen haben die Juristen das Projekt „Lesen bildet (auch Juristen)!“ ins Leben gerufen. Es wird im Wintersemester 2012/2013 die Grundlagenvorlesung Kriminologie ergänzen. Von den insgesamt rund 600 Erstsemester-Studierenden in dieser Veranstaltung wurden per Zufall 30 für ein Pilotprojekt ausgewählt. Unterstützt vom Nomos-Verlag erhalten sie kostenlos ein Kriminologie-Lehrbuch, mit dem sie den Lehrstoff nachbereiten und sich auf die Abschlussklausur vorbereiten können. Ein Lehrstuhlmitarbeiter leitet sie dabei didaktisch an und betreut sie.

Lehrbücher bringen was

„Mit dem Projekt möchten wir zeigen, dass es tatsächlich etwas bringt, sich mit Lehrbüchern auseinander zu setzen, dass zum Beispiel die Klausurnoten besser werden“, sagt Prof. Dr. Thomas Feltes, Leiter des Lehrstuhls für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft. Deshalb wird sein Team am Ende des Semesters die Klausurnoten der Projektteilnehmer mit dem Durchschnitt anderer Studierender vergleichen.

Betreuung in drei Schritten

Zusätzlich zum kostenlosen Lehrbuch treffen sich die Pilotprojektteilnehmer drei Mal mit einem Lehrstuhlmitarbeiter. Beim ersten Treffen zu Beginn des Semesters gibt es zunächst nützliche Tipps zum Umgang mit dem Lehrbuch. Nachdem die Hälfte der Vorlesungen um ist, erfolgt eine Bestandsaufnahme: Probleme und Erfahrungen mit dem Buch werden diskutiert. Das letzte Treffen am Semesterende dient der Klausurvorbereitung.

Weitere Informationen

Jeldrik Mühl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft, Tel. 0234/32-25249 jeldrik.muehl@rub.de