Schlesien als Literaturlandschaft

Schlesien als Literaturlandschaft

07.05.2012
© Marcin Malik, www.wikipedia.de
Universität Breslau

An der Partneruniversität Breslau / Wrozlav (Polen) veranstaltet das Germanistische Institut der RUB vom 8. bis 12. Mai einen Workshop mit Masterstudierenden, Promovierenden und Postdoktoranden der Germanistischen Mediävistik. Die drei Bochumer Hochschullehrer Prof. Dr. Bernd Bastert, Prof. Dr. Manfred Eikelmann und Jun.-Prof. Dr. Christina Lechtermann leiten den Workshop. In den Blick nimmt er Schlesien als Literaturlandschaft, in der im Mittelalter weltliche wie geistliche Literatur entsteht und rezipiert wird.

Hochinteressanter Bibliotheksbestand

Die Universitätsbibliothek Breslau verfügt über einen für Mittelalterphilologen hochinteressanten Bestand, der bisher jedoch nur unzureichend beschrieben und erforscht wurde. Mit Prof. em. Dr. Klaus Grubmüller (Universität Göttingen) und Dr. Agatha Mazurek (Staatsbibliothek Berlin) konnten die Veranstalter zwei Gastreferenten gewinnen, die die Bestände der Bibliothek insbesondere durch ihre Forschung zu Fabeln und Sprichwörtern bereits gut kennen und aus deren Arbeit für das Fach bedeutende Publikationen hervorgegangen sind. Darüber hinaus gibt die Bochumer Hochschullehrerin Prof. Dr. Nicola Kaminski, ebenfalls gut bekannt mit dem Breslauer Bibliotheksbestand sowie der Stadt Breslau, einen Einblick in die Barocksammlung.
Neben den Vorträgen der Gastreferenten steht die Arbeit an ausgewählten Handschriften sowie frühen Drucken im Zentrum. Während einer Stadtführung zeigt der Kunsthistoriker Dr. hab. Romuald Kaczmarek Spuren des mittelalterlichen Breslau. Der Workshop wird durch Mittel des Germanistischen Instituts und des International Office der RUB ermöglicht.

Weitere Informationen
Ineke Heß, M.A., Germanistisches Institut der RUB, ineke.hess@rub.de