ADHS wird zu häufig diagnostiziert

ADHS wird zu häufig diagnostiziert

30.03.2012
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Der Zappel-Philipp aus dem Struwwelpeter (Quelle: www.wikipedia.de)

Was Experten und die Öffentlichkeit schon lange vermuten, belegen Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Basel erstmals mit repräsentativen Daten: ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, wird zu häufig diagnostiziert. Psychotherapeuten und Psychiater für Kinder und Jugendliche fällen ihr Urteil offensichtlich eher anhand von Faustregeln, so genannten Heuristiken, statt sich eng an die gültigen Diagnosekriterien zu halten.

Mehr Fehldiagnosen bei Jungen

Insbesondere bei Jungen stellen sie deutlich mehr Fehldiagnosen als bei Mädchen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie von Prof. Dr. Silvia Schneider und Prof. Dr. Jürgen Margraf (beide RUB) sowie Dr. Katrin Bruchmüller (Universität Basel). Darüber berichtet das amerikanische "Journal of Consulting and Clinical Psychology" und die deutsche Fachzeitschrift "Psychotherapeut".

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2012/pm00104.html.de