Den Himmel neu entdecken

Den Himmel neu entdecken

05.10.2011
© FZJ
Die LOFAR-Station DE605 besteht aus zwei Antennenfeldern zur Messung hoher und niedriger Frequenzen. Der Container in der Mitte enthält Elektronik zur Verarbeitung der Signale der einzelnen Antennen

Es ist soweit: Die LOFAR-Station DE605 auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich wurde feierlich eröffnet. Die Antennenstation ist integraler Bestandteil des digitalen Radioteleskops und europäischen Großprojekts LOFAR (Low Frequency Array) und trägt dazu bei, langwellige Radiostrahlung aus der Frühzeit des Universums zu messen.

So groß wie ein Fußballfeld

LOFAR DE605 wurde von der Ruhr-Universität Bochum, der Jacobs University Bremen und dem Forschungszentrum Jülich gebaut. Die Mittel hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereit gestellt. Auf einer Fläche so groß wie ein Fußballfeld erstreckt sie sich direkt südöstlich des Forschungszentrums Jülich. Sie besteht aus einem Antennenfeld zur Messung hoher Frequenzen (110 bis 240 Megahertz) mit 96 Empfängern à 16 Antennen, die in einem Styroporgerüst montiert sind, und einem Feld für Messungen im Niederfrequenzband (10 bis 80 Megahertz) mit 96 Dipolantennen, die von einem etwa 1,60 m hohen Pfosten aus gespannt werden.

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2011/pm00310.html.de

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Zur Messung im Niederfrequenzband (10 bis 80 Megahertz) sind Kupferdrähte als Dipolantennen an einem etwa 1,60 m hohen Pfosten über einem Drahtgitter als Bodenplatte aufgespannt



Verborgen unter einer schwarzen Plane sind die Dipolantennen zur Messung im Hochfrequenzband von 110 bis 240 Megahertz in Styropor eingebettet