Senat verabschiedet Prof. Pohl

Senat verabschiedet Prof. Pohl

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Zum Abschied schenkte Prof. Pohl dem Senat einen selbst fabrizierten Glockenhalter, auf dem alle Rektoren und Senatsvorsitzenden bzw. Uniparlamentsvorsitzenden seit Gründung der Ruhr-Universität Bochum verzeichnet sind und auf dem noch Platz genug für die nächsten 50 Jahre ist.

Mit Weinflasche, Buch und Blumen ist Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl am 14.7. aus dem Senat der Ruhr-Universität Bochum verabschiedet worden. Er hat der zentralen Selbstvertretung des RUB insgesamt 14 Jahre angehört. Seit 2008, nach Änderung des NRW-Hochschulgesetzes, war er der erste Vorsitzende des Senats – zuvor waren laut Gesetz stets die Rektoren deren Vorsitzende. In seiner Zeit als Mitglied und Senatsvorsitzender hat er mehreren Rektoratfindungskommissionen angehört und er hat die Findungskommission des Hochschulrats geleitet.

Pohl: "... nicht schon wieder Dekan"

Übereinstimmend würdigten Prof. Dieter Liermann für die Professorenfraktion und Prorektor Prof. Ulf Eysel für das Rektorat die Verdienste von Prof. Pohl. Marita Schmeink brachte es für die wissenschaftlichen Senatsmitglieder auf den Punkt und lobte Prof. Pohl als zwar gelegentlich „bärbeißigen“, aber stets auf Ausgleich und Fairness bedachten Senatsvorsitzenden. In seinen Dankesworten erzählte Pohl mit seinem von Understatement geprägten Humor, er habe sich nur deshalb „in den Senat wählen lassen, weil ich nicht schon wieder Dekan werden wollte“.

Verdienter Wissenschaflter

Michael Pohl, 1943 in Bochum geboren, gehört seit 1982 der Ruhr-Universität Bochum an. Seit 1985 hat er den Lehrstuhl für Werkstoffprüfung in der Fakultät für Maschinenbau inne. Er war maßgeblich am Zustandekommen der Partnerschaft mit ThyssenKrupp beteiligt und hat in den letzten Jahren den ThyssenKrupp „Ideenpark“ mit organisiert. Er hat in letzter Zeit zahlreiche Ehrungen erfahren, darunter die Ehrenmitgliedschaft im VDI und den Roland-Mitsche-Preis. Auch nach seiner Emeritierung wolle er der Universität weiter verbunden bleiben und Vorlesungen halten. „Mir hat die Arbeit mit jungen Menschen immer sehr am Herzen gelegen“, sagte Michael Pohl zum Abschied.