Kriechen statt Brechen: Unterkruste verformt sich weiträumig
Meldung vom 04.02.2011

Kriechen statt Brechen: Unterkruste verformt sich weiträumig

Während sich an der Erdoberfläche Verformungen in lokalen Brüchen und Beben entladen, finden in der Unterkruste eher großflächige, kriechende Bewegungen statt. Diese These stützen Ergebnisse eines Geowissenschaftler-Teams aus Bochum, Potsdam, Kiel und Dublin.

Verräterische Erdbebenwellen

Die Forscher, darunter Prof. Dr. Wolfgang Friederich (Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der RUB), haben mehrere Jahre lang Erdbebenwellen in der Ägäis aufgezeichnet und anhand ihrer Geschwindigkeit Rückschlüsse auf die Kristallausrichtung tieferer Erdschichten gezogen. In der südlichen Ägäis, die in den letzten fünf Millionen Jahren nur schwachen Deformationen unterworfen war, hat sich überraschenderweise die Ausrichtung früherer Deformationen erhalten. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von Nature Geoscience.

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2011/pm00035.html.de