Wie Palliativmediziner am Lebensende entscheiden
Meldung vom 06.09.2010

Wie Palliativmediziner am Lebensende entscheiden

Palliativmediziner führen bei mehr als drei Vierteln ihrer Patienten in der letzten Lebensphase Maßnahmen der Symptomlinderung mit einer möglichen Lebensverkürzung durch. Das hat eine Studie von Medizinethikern der Ruhr-Universität ergeben. In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin haben die Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Jochen Vollmann erstmals ärztliche Mitglieder der Fachgesellschaft zu ihren Therapieentscheidungen befragt und konnten 780 Todesfälle auswerten.

In vielen Fällen nehmen Ärzte den früheren Tod in Kauf

In 69% der Fälle wurden therapeutische Maßnahmen begrenzt und für einen Teil der betroffenen Patienten ein früherer Todeseintritt erwartet. In zehn Fällen gaben die Ärzte sogar an, den Tod des Patienten absichtlich herbeigeführt zu haben. Erste Ergebnisse der anonymen Befragung werden heute in der Fachzeitschrift Palliative Medicine veröffentlicht.

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2010/pm00270.html.de