Die „Entjudung“ des Wohnraums in Bochum
Meldung vom 26.08.2010

Die „Entjudung“ des Wohnraums in Bochum

Die Geschichte der Bochumer „Judenhäuser“ und ihrer Bewohner in der Zeit des Nationalsozialismus ist erstmals vollständig erforscht. In seinem soeben erschienenen Buch „Die Entjudung des Wohnraums“ dokumentiert der Bochumer Historiker Dr. Hubert Schneider den Weg von der Wohnungsräumung und der Einrichtung der Judenhäuser bis hin zur Deportation und Vernichtung der Menschen.

Aus der umfangreichen, 470 Seiten starken Studie geht hervor, dass es in Bochum nicht wie bisher angenommen acht, sondern zehn „Judenhäuser“ gab. Eine besondere Rolle spielte die Israelitische Schule in der Wilhelmstraße 16, die ab Januar 1942 Ausgangspunkt für die Transporte Bochumer Juden in die Konzentrations- und Vernichtungslager war. Dr. Hubert Schneider war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2004 Wissenschaftler am Historischen Institut der RUB.

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2010/pm00254.html.de