RUB-Astronomen entwickelten Steuersoftware für das weltgrößte optische Teleskop
Meldung vom 30.04.2010

RUB-Astronomen entwickelten Steuersoftware für das weltgrößte optische Teleskop

Das LBT - vor dem linken Spiegel ist eine Person zu erkennen. Download (4.5 MB)

Am weltgrößten optischen Teleskop, dem Large Binocular Telescope (LBT), ist die drei Tonnen schwere Kombination aus Kamera und Spektrograph, LUCIFER 1, in Betrieb genommen worden. Das Instrument wurde von einem Konsortium deutscher Institute in Zusammenarbeit mit dem Astronomischen Institut der Ruhr-Universität (AIRUB) gebaut.

Inbetriebnahme-Phase am weltgrößten Teleskop

Viele Arbeitsaufenthalte der Bochumer Astronomen am LBT waren notwendig, um LUCIFER1 wissenschaftlich in Betrieb nehmen zu können. Dabei spielt die Software zur Bedienung und Ansteuerung der Kamera und des Teleskops die entscheidende Rolle. Erst sie ermöglicht dem Astronomen, das hochkomplizierte System für seine wissenschaftlichen Ziele einzusetzen. Verantwortlich für das Softwaresystem sind die Astronomen aus Bochum. Die Software wurde am Astronomischen Institut der RUB geplant, entwickelt und dann am Teleskop mit LUCIFER1 in Betrieb genommen. „Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie unsere Software das 580 Tonnen schwere Teleskop auf den gewünschten Ort am Himmel richtet, gleichzeitig für LUCIFER1 die gewünschte Konfiguration einstellt und dann die Gewinnung der wissenschaftlichen Daten beginnt – und das alles völlig automatisiert“, sagt Projektleiter Dr. Marcus Jütte stolz. „Durch die Komplexität der Instrumente bekommt die Software eine große Bedeutung für den Erfolg“. Dafür verbrachte er zusammen mit seinem Mitarbeiter Dr. Volker Knierim mehrere Monate auf 3200m Höhe am LBT. „Die Arbeitsbedingungen waren außergewöhnlich dort oben. Im Winter waren wir auch schon mal mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten“, erzählt Dr. Knierim.

Weitere Informationen
http://www.pm.rub.de/pm2010/msg00126.htm